Taiwans Schweinezüchter protestieren gegen Import von US-Schweinefleisch
Taiwans Schweinezüchter haben vor der amerikanischen Vertretung in Taipei gegen die mögliche Aufhebung des Importverbots von US-Schweinefleisch protestiert.
Am Protest nahmen unter anderem die frühere Parlamentsabgeordnete Chou Ni-an, und der Vorsitzende eines südtaiwanischen Schweinezüchterverbands, Pan Chang-cheng, teil.
Pan warnte die kommende Präsidentin Tsai Ing-wen davor, den Import von ractopamin-haltigem US-Schweinefleisch zu erlauben. Dies wäre gegen den Volkswillen und ihre Wahlversprechen. Pan kündigte für diesen Fall weitere, größere Proteste der taiwanischen Schweinezüchterverbände in Taipei an.
Pan wörtlich: “Wenn wir ractopamin-haltiges US-Schweinefleisch importieren lassen, hat das einen negativen Einfluss auf die Volksgesundheit und es verletzt die Rechte von Taiwans Schweinebauern. Der gestrige Auktionspreis für Schweinefleisch lag bei 67 bis 68 Taiwan-Dollar. Eine Importerlaubnis für ractopamin-haltiges US-Schweinefleisch würde den Einkaufspreis auf rund 50% herunterdrücken.”
Die Abgeordnete Chou Ni-an bezeichnete das US-Schweinefleisch als vergiftet und die dortige Schweinezucht für nicht artgerecht. Die Gesundheit der Menschen dürfe nicht für den Handel geopfert werden.
Der kommende Landwirtschaftsminister Tsao Chi-hung hatte zuletzt angedeutet, ractopamin-haltiges Schweinefleisch möglicherweise für den taiwanischen Markt zulassen zu wollen, wohl auf politischen Druck der US-Regierung.
Der Futterzusatzstoff Ractopamin ist wegen gesundheitlicher Risiken für den Menschen auch in China, Russland und der Europäischen Union verboten. Von den Behörden der Vereinigten Staaten wird er dagegen als unbedenklich eingestuft.
Quelle: RTI
- 28.04.2016 | Rubrik: Taiwan | 1096 Aufrufe
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