Chinas BIP könnte 2017 bei 6,9 Prozent liegen
Nach Meinung chinesischer Experten könnte Chinas Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2017 um 6,9 Prozent wachsen. Die Arbeitslosenquote erreichte im vergangenen Jahr das niedrigste Niveau seit langem.
Xu Hongcai, Ökonom beim chinesischen Zentrum für internationalen wirtschaftlichen Austausch, sagte, dass eine Wachstumsrate des BIP von 6,9 Prozent erreichbar sei, da Chinas Wirtschaftsleistungen bereits die Erwartungen übertroffen hätten.
Die Wirtschaft des Landes wuchs in den ersten zwei Quartalen 2017 um 6,9 Prozent und verlangsamte sich im dritten Quartal leicht auf 6,8 Prozent. Das Gesamtwachstum in den ersten drei Quartalen lag bei rund 6,9 Prozent und damit über dem Ziel der Regierung von rund 6,5 Prozent.
Der Außenhandel habe sich im vergangenen Jahr erholt, die Konsumnachfrage sei stabil geblieben und die Hightech-Sektoren stärker geworden, sagte Xu.
Der Außenhandel stieg im Jahr 2017 um 14,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr und beendete damit den länger andauernden zweijährigen Rückgang, so das Hauptzollamt der Volksrepublik China am Freitag.
Das Staatliche Statistikamt wird erst am Donnerstag wichtige Wirtschaftsdaten des Landes aus dem Jahr 2017, darunter die BIP-Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr sowie andere Wirtschaftsindikatoren wie Industrieproduktion, Anlageinvestitionen, Einzelhandel und Immobilienpreise in Großstädten, veröffentlichen. Ning Jizhe, Direktor des Staatlichen Statistikamts, sagte am Samstag auf einem Forum in Beijing, dass die chinesische Wirtschaft eine gute Dynamik zeige und besser abgeschnitten habe als erwartet.
Der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang erklärte zudem auf dem zweiten Führungstreffen der Lancang-Mekong-Kooperation in Phnom Penh am Mittwoch, dass Chinas BIP 2017 bei ca. 6,9 Prozent liegen solle und die Arbeitslosenquote in chinesischen Großstädten das tiefste Niveau seit Jahren erreicht habe.
Die Weltbank hat im vergangenen Monat ihre Prognose für Chinas Wirtschaftswachstum im Jahr 2017 auf 6,8 Prozent angehoben, die ein wenig höher als die Prognose im Oktober von 6,7 Prozent ausfiel. Grund dafür war das starke Wachstum des privaten Konsums sowie des Außenhandels.
Auch der Internationale Währungsfonds sieht Chinas BIP-Wachstum bei 6,8 Prozent.
Quelle: People’s Daily
- 16.01.2018 | Rubrik: Wirtschaft | 116 Aufrufe
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