Auslandsnutzung von chinesischen Bankkarten wird überwacht
Ab 21. August sind chinesische Banken verpflichtet, täglich die Auslandsausgaben und -geldabhebung von inländischen Konten einzureichen. Ziel dieser Maßnahme ist, verstärkt gegen Geldwäsche vorzugehen.
In einer Erklärung der staatlichen Verwaltung der Devisen (SAFE), welche im Juni dieses Jahres veröffentlicht wurde, werden Chinas Banken aufgefordert, ab 1. September täglich über Bankgeschäfte, die mehr als 1.000 Yuan, also rund 126 Euro, betragen, der inländischen Karteninhaber im Ausland zu berichten.
Am Donnerstag hat SAFE eine neue Regel verabschiedet, die die Testphase dieser Maßnahme auf 21. bis 31. August festlegt. Ein Beamter von SAFE sagte, dass die neue Maßnahme darauf abzielt, die Verwaltung illegaler Transaktionen im Ausland zu stärken. Er fügte noch hinzu, dass dies keine Anstrengung darstelle, Devisenpolitik zu beeinflussen oder auf Wechselkurse zu reagieren.
Bankkarten sind für Chinesen bereits zum wichtigsten Zahlungsinstrumente im Ausland geworden. Im Jahr 2016 sind Transaktionen inländischer Bankkarteninhaber im Ausland von über 120 Milliarden US-Dollar betroffen gewesen. Die neue Regel wird keine zusätzlichen Kosten für einzelne Bankkarteninhaber verursachen.
Dong Zheng, Chefredakteur der privaten Finanzwebseite 5icredit.com, sagte, dass damals inländische Bankkarten dazu benutzt wurden, um unter dem Deckmantel des Kaufs von Schmuck und Armbanduhren Bargeld im Ausland zu tauschen. Der Kauf wurde nach der Zahlung sofort zurückgezogen. Die Händler können sich eine Provision verdienen und die Käufer erhalten Bargeld.
Dong erklärte, dass diejenigen, die häufig Transaktionen über 1.000 Yuan im Ausland vornehmen, einem größeren Risiko unterliegen, in mutmaßliche Geldwäscheaktivitäten zu geraten.
Quelle: People’s Daily
- 08.08.2017 | Rubrik: Ankündigungen | 99 Aufrufe
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