Taiwans Exporte dank Neuer Südwärts-Politik weiter im Aufwind
Nach Auskunft des Amtes für Handelsgespräche im Exekutiv-Yuan belief sich Taiwans Handel mit den 18 Ländern in der Neuen Südwärts-Politik im vergangenen Jahr auf 96,02 Milliarden US$.
Taiwans Exporte in die 18 Länder, die in der Neuen Südwärts-Politik der Regierung der Republik China (Taiwan) erfasst sind, kamen in den ersten vier Monaten dieses Jahres anhaltend in Schwung, was die Wirksamkeit der Initiative belegt, die Wirtschaft des Landes anzutreiben, teilte die Generaldirektion für Budget, Rechnungswesen und Statistik (Directorate-General of Budget, Accounting and Statistics, DGBAS) am 2. Juni mit.
Die Initiative stellt eine Schlüsselkomponente in Staatspräsidentin Tsai Ing-wens nationaler Entwicklungsstrategie dar, und sie zielt darauf ab, Taiwans Beziehungen mit zehn Mitgliedsstaaten im Verband südostasiatischer Nationen (Association of Southeast Asian Nations, ASEAN), sechs südasiatischen Ländern, Australien und Neuseeland bei Landwirtschaft, Wirtschaft und Handel, Kultur, Bildung und Fremdenverkehr zu vertiefen.
Die DGBAS verwies auf Statistiken, die das Finanzministerium erstellt hatte, und berichtete, Exporte in die Regionen hätten zwischen Januar und April 2017 insgesamt 21,14 Milliarden US$ betragen, was verglichen mit dem Vorjahreszeitraum eine Zunahme um 15,6 Prozent darstellte, wogegen die globalen Exporte des Landes im gleichen Zeitabschnitt um 13,6 Prozent gestiegen seien.
Exporte in die 10 Mitglieds-Volkswirtschaften von ASEAN schnitten besonders gut ab — sie schnellten übers Jahr um 17 Prozent in die Höhe und machten mit 87,1 Prozent den Löwenanteil der Exporte in die Länder aus, an welche die Neue Südwärts-Politik sich wendet. Der nächsthöhere Zuwachs von 8 Prozent wurde bei den Ausfuhren in die sechs südasiatischen Länder verzeichnet, die Exporte nach Australien und Neuseeland wuchsen um 4,9 Prozent.
Elektronische Komponenten und Teile waren die führenden Exportartikel und umfassten 35,8 Prozent aller Lieferungen in diese Regionen. An zweiter Stelle lagen Mineralien mit 11,5 Prozent, gefolgt von Basismetallen und entsprechenden Produkten (9,3 Prozent), Kunststoffen und Gummiprodukten (7,5 Prozent) und Maschinen (6,9 Prozent).
Nach Auskunft des Amtes für Handelsgespräche im Exekutiv-Yuan belief sich Taiwans Handel mit den 18 Ländern in der Neuen Südwärts-Politik im vergangenen Jahr auf 96,02 Milliarden US$, was 18,8 Prozent der Gesamtexporte des Landes entspricht.
Die Neue Südwärts-Politik hat sich auch im Fremdenverkehrsbereich erfreulich ausgewirkt. Jüngste Statistiken des Tourismusamtes zeigen, dass die Zahl von in Taiwan eintreffenden Reisenden aus den Regionen im Jahr 2016 um 15,3 Prozent auf 1,79 Millionen anstieg, was das Jahresziel von 1,55 Millionen deutlich übertraf.
Quelle: Taiwan Heute
- 07.06.2017 | Rubrik: Taiwan | 67 Aufrufe
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