Chinas Luftqualität hat sich 2016 verbessert
Chinas Umweltschutzminister Chen Jining erklärte am Montag auf einer Sitzung, dass sich die Luftqualität in China 2016 insgesamt verbessert hat. In einigen Regionen, darunter Shanxi, Jiangxi, Anhui und Shaanxi, hat sie sich allerdings weiter verschlechtert.
Im vergangenen Jahr hatten 338 vom Umweltministerium überwachte Städte an 78,8 Prozent der Tage eine gute Luftqualität. Dies entspricht einer Verbesserung um 2,1 Prozentpunkte gegenüber 2015, wie der chinesische Umweltschutzminister Chen Jining am Montag auf der 27. Sitzung des 12. Ständigen Ausschusses des Nationalen Volkskongresses in Beijing bekannt gab.
Die Städte meldeten durchschnittlich an 2,6 Prozent der Tage eine schwere oder schlimme Luftverschmutzung, was einer Reduktion um 0.6 Prozentpunkte entspricht.
Chen erklärte, dass China im vergangenen Jahr 33.000 Beschwerden über Umweltverstöße erhalten hat. 8500 Delikte wurden mit Geldbußen im Wert von 440 Millionen Yuan (etwa 59 Millionen Euro) geahndet, in mehr als 800 Fällen wurden insgesamt 720 Menschen verhaftet.
China wurde 2016 stark von El-Nino beeinflusst, wobei Nordchina in diesem Winter selten von einer Kaltfront heimgesucht wurde. Daher stieg der Anteil der Tage mit guter Luftqualität im November und Dezember jeweils um 7,5 und 6,3 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Die PM2,5-Dichte stieg in den betreffenden Monaten um 7,4 und 5,4 Prozent.
Die Luftqualität in einigen Regionen wie dem Yangtse- und Perlfluss-Delta hat sich deutlich verbessert. In Henan, Beijing, Hebei und Shandong betrug der Anteil der Tage mit guter Luftqualität jedoch weniger als 60 Prozent. Die Luftqualität in Shanxi, Jiangxi, Anhui und Shaanxi war sogar schlechter als 2015.
Chen forderte weitere Bemühungen im Kampf gegen Luft-, Wasser- und Bodenverschmutzung sowie eine vollständige Umsetzung der Aktionspläne.
Im vergangenen Jahr hat Chinas Staatsrat den Aufbau von 18 nationalen Naturschutzgebieten genehmigt. Fernüberwachungstechnik für menschliche Aktivitäten wurde in 446 nationalen Naturschutzgebieten eingeführt.
Chen betonte auch die Verschärfung der nuklearen Aufsicht und der Strahlenschutzüberwachung.
Quelle: People’s Daily
- 26.04.2017 | Rubrik: Natur und Umwelt | 1081 Aufrufe
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