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Taiwans Wirtschaft auf Erholungspfad

Talsohle durchschritten. Niedrigste Januar-Arbeitslosenquote seit 16 Jahren.

Taiwans Wirtschaft hat die Talsohle durchschritten, für die nächsten sechs Monate rechnet man mit einem weiteren Anstieg der Wirtschaftsaktivitäten und besseren Zahlen in diesem Jahr, gab das Taiwan Wirtschaftsforschungsinstitut TIER am heutigen Freitag bekannt. Für das zweite Halbjahr bedarf es weiterer Investitionen durch Regierung und des Privatsektors.

Zwar beendete das produzierende Gewerbe seinen dreimonatigen Aufwärtstrend, der Rückgang sei aber auf die geringeren Arbeitstage wegen der Feiertage zu Chinesisch Neujahr zurückzuführen. Der Dienstleistungs- und Bausektor legte im zweiten Monat in Folge zu.

Der Anstieg der Rohmaterialpreise in der zweiten Hälfte des letzten Jahres sorgten für eine Belebung der traditionellen Industrien, für das nächste Halbjahr rechnet man mit verstärkter Nachfrage nach Smartphones, welche die Elektronikindustrie antreiben werde. Der Zufluss von Spekulationsgeldern soll zudem weiter den Aktienmarkt antreiben.

Als Unsicherheitsfaktoren für die weitere Entwicklung von Taiwans Wirtschaft wurden die in Europa in einigen Ländern anstehenden Wahlen und eine mögliche Zinsanhebung durch die Federal Reserve Bank in den USA betrachtet.

Die Chancen auf einen Handelskrieg zwischen den USA und China wurden als nicht groß angesehen, der Strukturwandel der Wirtschaft Chinas und die schlechten Beziehungen in der Taiwanstraße könnten sich aber auf Taiwans Exporte nach China auswirken.

Niedrigste Januar-Arbeitslosenquote seit 16 Jahren

Taiwans Arbeitslosigkeit sank minimal auf 3,78 Prozent, dies war der niedrigste Stand seit dem Juni 2015, damals stand die Arbeitslosenquote bei 3,71 Prozent. Gleichzeitig ist es für den Monat Januar die niedrigste Arbeitslosenquote seit 16 Jahren.

Die Zahl der Arbeitsuchenden fiel im Januar im Vergleich mit dem Vormonat Dezember um 1000 auf 445.000 Personen.

Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die seit der zweiten Jahreshälfte anziehende Wirtschaftsaktivität zurückzuführen, des Weiteren sorgten die Feiertage für zusätzliche temporäre Jobgelegenheiten.

Die Arbeitslosenquote unter den Berufsänfängern in der Alterklasse von 15 bis 24 Jahre lag im Januar bei 12 Prozent, von den 25- bis 29-jährigen waren lediglich 6,6 Prozent von Arbeitslosigkeit betroffen. Unter den 45- bis 64-jährigen waren lediglich knapp 2 Prozent auf der Suche nach einer Beschäftigung.

Quelle: RTI

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