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Taiwan und Japan werden bei der Altenpflege zusammenarbeiten

Das Forschungsinstitut für Industrielle Technologie in Taiwan (Industrial Technology Research Institute, ITRI) und das japanische Research Institute Ltd. unterzeichneten am 16. Februar in Taipeh ein Memorandum über die Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen für Senioren und ebneten einheimischen Firmen damit den Weg, diesen lukrativen Nischenmarkt in dem ostasiatischen Land zu erobern.

Im Rahmen des Abkommens werden die beiden Organisationen ab diesem Jahr gemeinsam Verbraucherforschung betreiben, um die Bedürfnisse von Senioren besser zu erfassen. Außerdem will man Erfahrungen austauschen und Firmen dabei behilflich sein, die Richtigkeit und Zuverlässigkeit der Marktforschung für Produktprototypen zu bestätigen.

Es ist davon auszugehen, dass sich solche Information besonders wertvoll für jene taiwanesische Unternehmen herausstellen werden, die sich an den japanischen Markt herantasten oder ihre Präsenz dort ausbauen wollen.

Laut Jim Chung, dem Stellvertretenden Generaldirektor des Zentrums für Wirtschaft und Wissen (Industrial Economics and Knowledge Center, IEK) am ITRI, ist Taiwan die am schnellsten alternde Gesellschaft der Welt, während Japan über umfangreiche Erfahrung verfügt, wie man mit der Herausforderung umgeht, die eine große Anzahl an älteren Menschen darstellt.

Dank dieser Partnerschaft werden taiwanesische Betriebe in der Lage sein, kreative Geschäftsmodelle zu entwickeln und zusätzliche Chancen erkennen, sagte er. Gleichzeitig könnten sie sich dadurch den weltweiten Marktentwicklungen schneller anpassen und durch innovative Konzepte hochentwickelte Anwendungen einführen, fügte er hinzu.

Das IEK geht davon aus, dass der einheimische Marktwert der seniorenbezogenen Industrien im Jahre 2025 bei 3,59 Billionen NT$ (116,59 Milliarden US$) liegen wird. Der Löwenanteil daran rührt von erziehungs- und freizeitbezogenen Aktivitäten, finanziellen Dienstleistungen und Versicherungen, häuslicher Pflege und medizinischer Betreuung her.

Als Antwort darauf erwartet JRI-Geschäftsführer Hiroshi Matsunaga, dass beide Seiten ihre jeweiligen Vorteile einbringen und eine Plattform der Spitzenklasse gründen, an der Hochschulen, der Privatsektor und Forschungsorganizationen beteiligt sind. Damit seien auch im wirtschaftlichen Bereich mehr Gelegenheiten zur Zusammenarbeit gegeben, meinte er.

Das Hauptquartier von ITRI liegt im Landkreis Hsinchu. Es ist eine 1973 gegründete, von der Regierung unterstützte gemeinnützige R&D-Einrichtung, die der einheimischen Industrie dabei hilft, durch Forschung und erweiterte technische Dienstleistungen wettbewerbsfähig und zukunftsfähig zu bleiben. ITRI fungiert als treibende Kraft der sich verändernden Industriesektoren in Taiwan, einschließlich den Bereichen Elektronik, Informations- und Kommunikationstechnologie, Maschinerie und Halbleiter. Dabei unterstützt es jedes Jahr über 15.000 Firmen, 73 Prozent davon kleine und mittlere Unternehmen—das Rückgrat der taiwanesischen Wirtschaft.

Quelle: Taiwan Heute

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