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Taiwan hält an einem Ausbau der Handelsbeziehungen zu den USA fest

Taiwan wird weiter versuchen, seine Handelsbeziehungen zu den USA auszubauen, teilte Kabinettsprecher Hsu Kuo-yong mit.

Er nahm damit Bezug zu dem heute von US-Präsident Donald Trump angekündigten Rückzug aus dem Freihandelsabkommen der Transpazifischen Partnerschaft (TTP). Das von Ex-Präsident Obama initiierte Abkommen schloss 12 Länder des Asiatisch-Pazifischen Raumes und Chile ein und stand vor der Verabschiedung durch die jeweiligen Parlamente. Mehr als ein Viertel des Welthandles wäre auf die TPP-Gründerländer inklusive der USA entfallen. Taiwan war kein Gründungsmitglied, zeigte sich aber um eine Aufnahme in die zweite Verhandlungsbeitrittsrunde bemüht.

Kabinettssprecher Hsu sagte, dass man die Marktöffnung und Wirtschaftsintergration weiterführen wolle. “Mit dem TPP sieht es nun nach dem Rücktritt der USA etwas schwieriger aus. Doch wir werden weiter versuchen, auf der Basis des Handels- und Investitionsabkommens TIFA die Wirtschafts- und Handelsbeziehungen zu den USA auszubauen. Ferner werden wir unseren Binnenmarkt und dessen Bestimmungen betrachten und hoffen, die Gesetze für Wirtschaft und Handel weiter zu liberalisieren, um die Wirtschaft Taiwans auf ein neues Hoch zu treiben. Wir werden auch in Zukunft weiter jede Art der regionalen Wirtschaftsintegration verfolgen.”

Australien hat unterdessen den Gedanken aufgeworfen, einen Abschluss des Abkommens ohne die USA anzustreben und auch China in den Handelspakt mit einzuschließen.

Trumps Wirtschaftspolitik hat positive und negative Effekte

Die geplanten Wirtschaftsmaßnahmen des neuen US-Präsidenten Donald Trump wirken kurzfristig stimulierend, dürften sich langfristig aber negativ auf die globale Wirtschaft auswirken. Empfohlen werden daher aktive Bemühungen zum Abschluß von Handelsabkommen.

Dies sagte die Vize-Direktorin von Taiwans Kommission für Landesentwicklung (NDC) , Kao Shien-quey am heutigen Dienstag.

“Positiv auf die globale Wirtschaft dürften die Steuersenkungen wirken, ein globaler Wirtschaftsaufschwung wird auch Vorteile für Taiwan bringen. Negativ werden sich Handelsprotektionismus und die Ablehnung von Globalisierung auswirken. Wir werden uns wohl innerhalb der globalen Lieferkette neu positionieren müssen.”

Vizewirtschaftsministerin Wang Mei-hua sagte, dass Taiwan “psychologisch vorbereitet” auf den TPP-Rückzug sei. Jetzt gelte es die künftige Entwicklung der TPP-Gespräche zwischen Japan, Australien und anderen Ländern abzuwarten und die Handelsstrategie anzupassen. Man werde sich aktiv zum Abschluss weiter Handelsabschlüsse mit anderen Ländern bemühen.

Quelle: RTI

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