Taiwan soll wieder asiatischer Tiger werden
Taiwans Präsidentin Tsai Ing-wen will Taiwan wieder zu einem asiatischen Tiger machen.
Dies schrieb Tsai in einem Beitrag für eine Sonderausgabe des Wirtschaftsmagazins “The Economist”. In ihrem Beitrag für die Sonderausgabe “The World in 2017” erläuterte Tsai ihre Reformpläne für das kommende Jahr.
Tsai schrieb, sie habe ihr Amt in einer Zeit mit vielen wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen angetreten. Taiwan werde wie andere Länder danach beurteilt werden, wie es diesen Herausforderungen begegne. Taiwans Präsidentin Tsai Ing-wen sagte, ihre Partei DPP habe auch die Mehrheit im Parlament und sie wollten Taiwan wieder zu einem asiatischen Tiger machen.
Ihr Plan für 2017 sei, Taiwans Vorreiterrolle zu erneuern, das Netz der grundlegenden sozialen Sicherheit zu bewahren und gleichzeitig die Wirtschaft mit einem neuen Entwicklungsmodell zu revitalisieren. Ihre Regierung treibe Rentenreformen voran und werde den sozialen Wohnungsbau stärken und öffentliche Gelder für ein gerechteres Sozialsystem umschichten. Außerdem werde die Regierung die Altenbetreuung stärken.
Der Wirtschaftsplan für 2017 umfasse die Aufwertung von Industrien und ein Wirtschaftsmodell auf den Weg zu bringen, das auf Innovation, gerechterer Verteilung von Vorteilen aus dem Wachstum basiert und durch das Arbeitsplätze geschaffen werden. Als wichtige Industrien bezeichnete sie das Internet der Dinge, Biotechnologie, intelligente Maschinen, umweltfreundliche Energien und Verteidigung.
Taiwan, Südkorea, Singapur und Hongkong wurden wegen ihres schnellen Wirtschaftswachstums oft als die vier asiatischen Tiger oder vier Tigerstaaten bezeichnet.
BIP-Wachstumsprognose 2016 auf 1,35 Prozent angehoben
Taiwans Statistikbehörde (DGBAS) hat in einer vorläufigen Schätzung seine Wachstumsprognose des Bruttoinlandproduktes (BIP) für 2016 um 0,13 Prozent auf 1,35 Prozent angehoben. Im dritten Quartal legte das Wirtschaftswachstum im Vergleich zum Vorjahresquartal um gut 2 Prozent zu. Auch die revidierten Quartalszahlen für das erste und zweite Quartal fielen günstiger aus. Im vierten Quartal, der Hochsaison in der Elektronikindustrie, soll die Wirtschaftsaktivität um knapp 2,4 Prozent noch etwas stärker anziehen.
Für 2017 rechnet man mit einem leicht auf 1,87 Prozent angehobenem Wachstum des BIP. Das stärkere Wachstum des dritten Quartals wurde durch einen um knapp 1 Prozent auf 2,5 Prozent gesteigerten privaten Konsum ausgelöst. Um 3,1 Prozent wachsende Anlageinvestitionen und die um 3,6 Prozent gestiegenen Exporte trugen ebenfalls dazu bei.
Das Produzierende Gewerbe legte deutlich um 5,2 Prozent zu, im Vorquartal gab es nur ein schwaches Wachstum von 0,3 Prozent und auch der Goß- und Einzelhandel zeigte sich erholt. Kontraktierte er im Vorquartal noch um 0,8 Prozent, wuchs er im Jahresvergleich im dritten Quartal um 1,6 Prozent. Lediglich der Bausektor verschlechterte sich. Kontraktierte er im zweiten Quartal um 2,2 Prozent, lag er im dritten Quartal um 2,5 Prozent unter den Vorjahresergebnissen.
Quelle: RTI
- 28.11.2016 | Rubrik: Taiwan | 1190 Aufrufe
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