Taiwans Umweltminister wirbt für Taiwans Beteiligung in UNFCCC
Taiwan will beim Kampf gegen die Erwärmung des Weltklimas teilnehmen.
Der Minister der Umweltschutzverwaltung (Environmental Protection Administration, EPA) Lee Ying-yuan rief in einem Kommentar, der am 25. Oktober von Worldpress.org veröffentlicht wurde, zu internationaler Unterstützung für Taiwans Streben nach bedeutungsvoller Beteiligung in der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (United Nations Framework Convention on Climate Change, UNFCCC) auf.
In dem Beitrag unter der Überschrift “Taiwan will beim Kampf gegen die Erwärmung des Weltklimas teilnehmen” verwies Lee auf Taiwans Gesetz über die Verminderung des Ausstoßes von und Umgang mit Treibhausgasen, das im Juli vergangenen Jahres in Kraft getreten war, als bedeutsames Beispiel für die Bemühungen des Landes, den Klimawandel anzupacken. “Taiwan gehört zu den wenigen Ländern der Welt, die einem Ziel für die Verminderung von Treibhausgas-Ausstoß Gesetzeskraft verliehen haben”, schrieb er.
Der Kommentar des Ressortchefs war der jüngste Artikel in einer Reihe von Beiträgen, die unlängst von internationalen Medien verbreitet wurden und in denen eine verstärkte Präsenz von Taiwan in globalen Organisationen befürwortet wird.
Zuvor hatte Chang Liang-jen vom Wirtschafts- und Handelsbüro Taipeh in Indonesien einen Artikel mit dem Titel “Taiwan bekämpft die Erwärmung des Weltklimas” verfasst, den die Jakarta Post abdruckte. In dem Text stellte Chang fest, zwar sei Taiwan keine Partei in UNFCCC, doch habe die Regierung sich stets engagiert im Kampf gegen den Klimawandel bemüht. “Wir appellieren aufrichtig an die internationale Gemeinschaft, Taiwans Entschlossenheit, bedeutungsvoll an UNFCCC beteiligt zu werden und Teil des globalen Klimanetzes zu werden, anzuerkennen und zu unterstützen”, schrieb Chang.
Obwohl die Republik China (Taiwan) kein Unterzeichner von UNFCCC ist, hat sie seit 1995 an periphären Veranstaltungen von Sitzungen der Sonderbehörde der Vereinten Nationen (United Nations, UN) durch das Forschungsinstitut für industrielle Technologie (Industrial Technology Research Institute, ITRI) als NGO-Beobachter teilgenommen. Das im Jahr 1973 gegründete und im nordtaiwanischen Landkreis Hsinchu ansässige ITRI ist eine staatlich unterstützte, gemeinnnützige Organisation für Forschung und Entwicklung, die einheimischen Branchen hilft, durch angewandte Forschung und verbesserten technischen Service wettbewerbsfähig und nachhaltig zu bleiben.
Andere Beispiele für Taiwans Anstrengungen, an UNFCCC teilzuhaben, umfassen das Ausrichten eines jährlichen internationalen NGO-Forums über Klimawandel und UNFCCC-Politikgestaltung in Taipeh durch das Außenministerium und die EPA.
Nach Auskunft des Außenministeriums sollte Taiwan in UNFCCC einbezogen werden, da Taiwan ein unverzichtbarer Partner ist, ein ehrgeiziges Ziel für die Verminderung des Treibhausgasausstoßes gesetzt hat sowie willens und bereit ist, mehr zu UNFCCC beizusteuern. In jedem Fall ist Taiwans Beteiligung eine Frage der Klimagerechtigkeit.
Quelle: Taiwan Heute
Anmerkung der Redaktion: Die Republik China, nichtamtlich zumeist Taiwan genannt, ist ein Staat in Ostasien, dessen Gebiet zu über 99 Prozent aus der Insel Taiwan und den ihr vorgelagerten kleineren Inseln besteht. Für die Volksrepublik China ist Taiwan eine Provinz ihres Staatsgebietes. Taiwan selbst sowie Befürworter einer Unabhängigkeit Taiwans bestreiten dies. Taiwan ist die einzige Provinz der 1912 gegründeten Republik China, die sich bis heute unter vollständiger Kontrolle der Regierung dieser Republik befindet. Bis 1971 vertrat die Regierung der Republik China auf Taiwan China bei den Vereinten Nationen und war ständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrats.
- 30.10.2016 | Rubrik: Taiwan | 5337 Aufrufe
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