China startet Genomprojekt für Neugeborene
Innerhalb der kommenden fünf Jahre sollen 100.000 Gentests an Neugeborenen in China durchgeführt werden.
Am Montag nahm ein Genomprojekt in der Volksrepublik seinen Anfang, welches zum Ziel hat, Erbkrankheiten an Neugeborenen in Zukunft besser diagnostizieren und behandeln zu können, um so die Lebensqualität zu erhöhen.
Vergangenen Sonntag hat der Rat für genetische Beratung der Chinesischen Fachgesellschaft für Genetik zusammen mit dem Kinderkrankenhaus der Fudan-Universität ein Genomprojekt für Neugeborene in der ostchinesischen Metropole Shanghai gestartet. Das Ziel des Projektes ist, Erbkrankheiten an Neugeborenen frühzeitig zu finden, zu diagnostizieren und zu behandeln.
Innerhalb der kommenden fünf Jahre sollen 100.000 Gentests an Neugeborenen in China durchgeführt werden, um eine Datenbank einzurichten, Teststandards für Erbkrankheitsgene aufzustellen, die Industrialisierung der Gentests für Erbkrankheiten zu fördern, Beratungsstandards zu formulieren, gemeinsam mit Krankenhäusern ein genetisches Beratungssystem zu entwickeln sowie das Ausbildungssystem für genetische Beratung zu optimieren.
Huang Guoying, Direktor des Kinderkrankenhauses der Fudan-Universität, erklärte, dass es bezüglich der klinischen Praxis eine große Menge an Erbkrankheiten gebe, wie zum Beispiel primäre Immundefizienzen, Kreislauferkrankungen sowie multiple Fehlbildungen. Es sei daher sinnvoll, solche Krankheiten bereits frühzeitig klar zu diagnostizieren. Dadurch sollte die Behandlungsstrategie verbessert und die Lebensqualität erhöht werden.
Quelle: People’s Daily
- 09.08.2016 | Rubrik: Wissenschaft | 1263 Aufrufe
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