Kulturerbe Chinas
China - ein wahrer Traum für jeden Kulturfan.
Eine Welt, in der einem gebratene Hähnchen in den Mund fliegen, die Flüsse und Seen aus Milch und Honig sind und man sich um nichts mehr bemühen muss; ein Märchen für Kinder – das ist das Schlaraffenland. Doch lösen wir uns einmal von den Träumen einer Welt der Leichtigkeit und Fülle. Denn auch jenseits unserer Träume erwartet und eine Welt der Fülle. „Träume nicht dein Leben, sondern Lebe deine Träume“ scheint der Pathos einer ganzen Generation zu sein und China bietet auf mehr als nur eine Weise eine Welt der Fülle – ein wahres Schlaraffenland. Das Reich der Mitte ist zumindest in Bezug auf Kultur und Natur ein wahres Füllhorn und hält mit 47 UNESCO-Welterbestätten den Rekord. Jede Provinz bietet eine ganz eigene Facette kultureller Highlights und lädt zu immer neuen Tagträumen ein.
Die klassischen UNSECO-Weltkulturerben Chinas, wie die Verbotene Stadt und der Sommerpalast in Peking sind nicht weniger beeindruckend als die Dialou-Türme bei Kaiping und die Tulou-Lehmbauten in der Provinz Fujian. Hier tritt Chinas ethnische Diversität zum Vorschein und beleuchtet das riesige Reich von einer ganz neuen Seite. Der Süden Chinas begeistert nicht nur durch die einzigartige Vielfalt an Bauwerken ethnischer Minderheiten, sondern bietet auch eine faszinierende und abwechslungsreiche Natur. Besonders das Naturschutzgebiet Jiuzhaigou in der Provinz Sichuan beeindruckt durch die atmosphärischen Quellen und Wasserfälle. Das Farbenspiel des Wassers, das in verschiedenen Blau und Türkis Tönen bis hin zu weiß schimmert, lässt das Herz eines jeden Fotografen und Naturliebhabers höher schlagen. Die Kalksinterbecken bei Huanglong, ebenfalls in Sichuan, sind gleichermaßen atemberaubend und scheinen wie von einer anderen Welt. Diese UNESCO-Weltnaturerben eignen sich zu mehreren Besuchen zu verschiedenen Jahreszeiten. Während im Frühling und Sommer das satte Grün der Pflanzen und Bäume mit dem strahlenden Blau der Gewässer zu konkurrieren scheint, erstrahlen die Blätter der Bäume in Gold, Orange und Rot.
Im Himmel liegt das Paradies, auf der Erde gibt es Suzhou und Hangzhou. So lautet ein berühmter chinesischer Ausspruch, der die Schönheit dieser beiden Städte zum Ausdruck bringen soll. Und tatsächlich ist der Westsee in Hangzhou sogar zum Weltkulturerbe ernannt worden, denn er prägt das Stadtbild wie kaum eine andere Sehenswürdigkeit. Hangzhou ist zudem die Heimat einer berühmten Volkssage, die als immaterielles Welterbe geschützt wurde. Die Legende der liebenden Schmetterlinge, oder die Geschichte von Liang und Zhu, ist eine Erzählung, die ihren Ursprung in dieser malerischen Stadt hat und sich auch auf sie bezieht. Die Geschichte der liebenden Schmetterlinge handelt von Zhu Yingtai, die sich die Zustimmung ihres Vaters erkämpft, zur Schule in Hangzhou gehen zu dürfen. Dort, verkleidet als Mann, lernt sie Liang Shanbo kennen. Die beiden verlieben sich in einander, aber Zhu Yingtai wird einem anderen versprochen. Liang Shanbo stirbt an seinem gebrochenen Herzen. Am Tag von Zhus Hochzeit verhindern starke Winde ein vorbeiziehen der Prozession am Grab von Liang, doch Zhu lässt sich nicht davon abbringen, Liang ihren Respekt zu zollen. Sie weint und fleht, dass das Grab sich öffnen möge. Ihr Wunsch wird erfüllt und als sich das Grab öffnet, wirft sie sich hinein, um auf ewig bei ihrem Geliebten zu sein. In diesem Moment steigen Zhu und Liang als Schmetterlinge gen Himmel auf und sind auf ewig vereint. Diese und viele weitere Geschichten und Volkssagen sind bereits als immaterielles Welterbe geschützt, genau wie hunderte Tänze, Gesänge und Gebräuche, die es in China zu erkunden gilt.
Weit greifbarer als Sagen und Legenden sind die Fundstätte des Peking-Menschen und die Ruinen und Gräber des vergangenen koreanischen Königreiches Koguryo (37 v.Chr.-668 n.Chr.) in den nördlichen Provinzen Jilin und Liaoning. Blickt man jedoch einmal über die Grenzen der chinesischen Mauer hinweg, hinein in die schier unendliche Weite der Inneren Mongolei, so entdeckt man ein wildes, natürliches und stolzes Land. Besonders die Überreste des Sommerpalastes von Kublai Khan, einem Enkel des berühmten Dschingis Khan in der Inneren Mongolei sind mehr als nur einen flüchtigen Blick wert. Kublai Khan begründete zudem die Yuan-Dynastie (1279-1368) und herrschte viele Jahre in Peking.
Egal ob Norden, Süden, Osten oder Westen, in jeder Himmelsrichtung bieten sich schier endlose Möglichkeiten an, chinesische Welterbestätten zu entdecken und die ein oder andere Geschichte zu hören, die ein unendliches Spektrum abdecken und nahezu alle Aspekte der chinesischen Kultur beleuchten. Ein wahrer Traum für jeden Kulturfan.
Quelle:
CAISSA Touristic (Group) AG
Burchardstraße 21
20095 Hamburg
- 08.08.2016 | Rubrik: Reisen | 890 Aufrufe
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Alles, was Sie schon immer über den CHINESEN AN SICH UND IM ALLGEMEINEN wissen wollten!China ist in aller Munde. Ob wirtschaftlich, politisch oder – im wahrsten Sinne des Wortes – durch einen Besuch beim »Chinesen um die Ecke«. Doch was wissen wir eigentlich über »den Chinesen« oder die vielen Skurrilitäten im Reich der Mitte?
»Schnell festgelesen, oft zustimmend genickt und immer wieder herzlich gelacht – die ›Alltagssinologie‹ eröffnet dem China-Anfänger tiefe Einblicke in eine unbekannte Welt und bietet auch dem China-Veteranen viele neue Erkenntnisse.« (Dr. Cord Eberspächer, Direktor Konfuzius-Institut Düsseldorf)
Erfahren Sie, was Ihnen kein Reiseführer und kein Länder-Knigge verrät – und was Ihnen der Chinese an sich und im Allgemeinen am liebsten verschweigen würde.
Der Chinese an sich und im Allgemeinen - Alltagssinologie
Autor: Jo Schwarz
Preis: 9,95 Euro
Erschienen im Conbook Verlag, 299 Seiten
ISBN 978-3-943176-90-2