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Das Drachenbootfest: Von der Legende zum Volksfest

Die wohl bekannteste Entstehungsgeschichte zum Drachenbootfest beschreibt die Zeit der drei streitenden Reiche (475-221 v. Chr.) in China.

Am 9. Juni erreichen wir nach dem Mondkalender den 5. Tag des 5. Monats und begehen somit “Das Fest der Doppelfünf”- das Drachenbootfest (端午节) in China. Viele Geschichten und Legenden ranken sich um dieses Fest, dass sich zunehmender Beliebtheit erfreut und 2008 sogar zu einem festen arbeitsfreien Feiertag in China erklärt wurde.

Die wohl bekannteste Entstehungsgeschichte zu diesem Fest beschreibt die Zeit der drei streitenden Reiche (475-221 v. Chr.). Der Beamte Qu Yuan, der im Reich Chu lebte, wurde trotz großer Beliebtheit durch Intrigen nach und nach vom Hofe verdrängt und schließlich vom König aus seinem Land verbannt. Unglücklich über seine eigene missliche Lage und den schlechten Zustand seines geliebten Landes wanderte Qu Yuan umher, verfasste Gedichte und begründete damit sogar einen eigenen poetischen Stil. Doch auch die Gedichte über seine ehemalige Heimat, die Gesellschaft und Regierung eröffneten ihm keine Möglichkeit zurück zu kehren. Als das Königreich Chu schließlich durch das benachbarte Königreich Qin erobert wurde, versank Qu Yuan in tiefer Verzweiflung und wählte den Freitod. Er sprang in den Fluss Miluo und setze seinem Leben ein Ende. Der Legende nach ruderten die Fischer schnell auf den Fluss hinaus, um seinen Leichnam zu suchen. Da sie ihn jedoch nicht finden konnten, wurden Lebensmittel, wie Reisklöße ins Wasser geworfen, um die Fische davon abzuhalten, sich an Qu Yuans Körper gütlich zu tun. Zudem schlugen die Fischer mit Schilfrohren auf das Wasser, um die Fische zu verscheuchen.

Auch wenn diese Legende nicht belegt ist, so handelt es sich doch um eine schöne Erzählung zu der Entstehung dieses Festes, an dem mit Drachenbooten Wettkämpfe ausgetragen und süße Klebreisbällchen (Zongzi 粽子) in Schilf-, Bambus- oder Palmenblätter gewickelt verspeist werden. Trotz regionaler Unterschiede begeht ganz China dieses Fest doch auf ähnliche Art und Weise. Je nach regionaler Vorliebe, werden die Zongzi süß oder herzhaft mit roter Bohnenpaste, Ei, Fleisch, Fisch oder Jujube gefüllt und in Schilf- oder Bambusblätter gewickelt und in eine dreieckige Form gepresst. Vielerorts locken Drachenbootwettrennen viele Zuschauer an die örtlichen Gewässer und bieten ein lebhaftes und farbenfrohes Spektakel.

Ein weiterer Aspekt des Drachenbootsfestes ist das Vertreiben von Krankheiten. Hier unterscheiden sich die regionalen Gebräuche stärker. In Peking wird beispielsweise der sogenannte “Fünf Gifte Kuchen” verkauft, der die Schriftzeichen für fünf verbreitete Gifte (Skorpion, Frosch, Spinne, Schlange und Tausendfüßler) aufgedruckt hat und gegen eben jene schützen soll. Die Tradition, Gräser und Kräuter neben die Eingangstüren zu hängen und Kindern kleine duftende Beutel um den Hals zu hängen, ist etwas weiter verbreitet, denn dies soll Sicherheit und Gesundheit bescheren.

Quelle:
CAISSA Touristic (Group) AG
Burchardstraße 21
20095 Hamburg

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