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Taiwan: Erneut gedämpfte BIP-Wachstumserwartungen

Taiwans Statistikbehörde revidierte erneut ihre Wachstumserwartungen für das BIP nach unten.

Für 2016 wird nun ein Wachstum von 1,06 Prozent erwartet, im Februar ging man noch von einem Anstieg der Wirtschaftsaktivität von 1,47 Prozent aus. Grund für die Korrektur nach unten ist die anhaltende Verschlechterung der globalen Nachfrage. Taiwan ist ein stark auf den Export ausgerichtetes Land. Beim Vergleich mit dem Vorquartal ergibt sich ein saisonal bereinigtes Wachstum von 3,14 Prozent , liegt aber trotz des Anstiegs immer noch knapp 0,7 Prozent unter dem Bruttoinlandsprodukt des Vorjahresquartals. Im Quartalsvergleich des Vorjahres gingen die realen Exporte von Gütern und Dienstleistungen um gut 4 Prozent zurück, im letzten Quartal belief sich die Kontraktion auf 2,4 Prozent.

Die Importe sanken im Jahresvergleich um gut 1 Prozent. Für das Gesamtjahr wird bei den Exporten wegen der schwächeren globalen Nachfrage und Chinas Importsubstitutionsstrategie nur noch ein Anstieg von 1,34% Prozent erwartet. Die Preise steigen etwas stärker als bisher angenommen, statt um 0,4% wird für den Verbraucherpreisindex 2016 eine Erhöhung von 1,1 Prozent erwartet. Auch die endgültigen Zahlen für das Wirtschaftwachstum des letzten Jahres stehen nun fest. 2015 stieg das BIP um 0,65 Prozent, bisher ging man von einem Wirtschaftswachstum von 0,75 Prozent aus.

Wirtschaftsindikator leicht verbessert

Der von der Kommmission für Landesentwicklung (NDC) herausgegebene Wirtschaftsindikator konnte im April leicht um einen Punkt auf 17 Punkte zulegen und leuchtete blau-gelb auf.

Er verließ damit erstmals nach zehn Monaten die blaue Rezessionszone und trat in die Übergangszone hin zu stabiler Wirtschaftsentwicklung ein. Für eine stabile Wirtschaftsentwicklung, die mit Grün angezeigt wird, muss der Indikator 23 Punkte erreichen. Von den neun Sub-Indizes waren acht unverändert, um einen Punkt zulegen konnt der Indikator für den Import von Ausrüstungstechnologie, der sich damit im stabilen Bereich befand.

Wie Wu Ming-hui, die Leiterin der Abteilung für Wirtschaftsentwicklung des NDC sagte, gab der Frühindikator im April um 0,25 Punkte auf 97,7 Punkte ab, damit war der Index im 20. Monat in Folge rückläufig.

Sie wies daraufhin, dass die Wirtschaft weiterhin schwach bleibe. Erst bei einem Anstieg des Indikators von drei Monaten in Folge könne von einer aussagekräftigen Erholung gesprochen werden. Von den geplanten Maßnahmen der neuen Regierung, der “Südwärts”-Politik, der Bereitstellung von Mitteln zur Investitions- und Innovationsförderung sieht sie positive Effekte für einen stabilisierenden Beitrag zur Wirtschaftsentwicklung.

Quelle: RTI

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