Taiwans Umweltschutzminister kündigt nach Ölpest durch Containerschiff seinen Rücktritt an
Taiwans Umweltschutzminister Wei Kuo-yen kündigte seinen Rücktritt an. Mit dem Rücktritt übernehme er die Verantwortung für die Vorfälle.
Zuvor kritisierten ihn mehrere Parlamentsabgeordneten bezüglich des auf Grund gelaufenen Containerschiffs vor Taiwans Nordostküste, aus dem seit Tagen Öl austritt.
Umweltschutzminister Wei rechtfertigte sich im Parlament. Er sagte, man habe einen Teil des Öls unverzüglich nach dem Unglück abgepumpt. Später mussten die Abpumparbeiten aufgrund widriger Witterungsbedingungen unterbrochen werden. Zudem könne das Umweltschutzamt nicht selbst tätig werden, da es keine technischen Gerätschaften besitze. Dies sei aber ein generelles Problem.
Nachdem der Abgeordnete Liu diese Ausführungen als Ausreden bezeichnete, kündigte Wei erbost seinen Rücktritt an. Die Anhörung wurde daraufhin unterbrochen.
Umweltschutzminister Wei schrieb im Anschluss ein Rücktrittsersuchen an Premier Simon Chang. Als Grund nannte Wei mangelndes Vertrauens seitens der Abgeordneten. Mit dem Rücktritt übernehme er die Verantwortung für die Vorfälle.
Premier Simon Chang sagte daraufhin: “Ich war zweimal vor Ort, am Verhalten des Umweltschutzamtes gibt es nichts auszusetzen. Wei trägt keine Schuld. Er hatte mir in den ersten Tagen mehrmals telefonisch bericht erstattet, auch als der Hubschrauber abstürzte. Er hat zu keinem Zeitpunkt fahrlässig gehandelt. Ich gedenke ihn daher vom Verbleib im Amt zu überzeugen. In diesem kritischen Moment kann ich ihn nicht gehen lassen.”
Quelle: RTI
- 31.03.2016 | Rubrik: Taiwan | 888 Aufrufe
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