Taiwan behält japanische Radarstation auf Yonaguni Insel im Auge
Taiwans Regierung will die japanische Radarstation auf der Insel Yonaguni im Auge behalten.
Derzeit soll die neu errichtete Radarstation mit 160 Soldaten den umliegenden Schiffs- und Flugverkehr überwachen. Einige vermuten auch eine Überwachung der taiwanischer Fischer. Laut taiwanischen Regierungsbeamten sei auch eine militärische Spionage nicht ausgeschlossen.
Der für Japan zuständige taiwanische Diplomat Tsai Ming-yaw sagte, die Radaranlage würde mit einer Reichweite von über 100 Kilometern auch Taiwan erreichen. Die Verteidigung des eigenen Territoriums sei zwar ein Recht jeder Regierung, Spionage zu betreiben wäre aber keine gutes Verhalten.
Der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Luo Shao-he, sagte: “Bezüglich der Entwicklungen im Rahmen der Installation einer Überwachungs- und Radarstation auf der Insel Yonaguni sind wir in der Tat gut im Bilde. Für die Installation der Radarstation und dessen Tätigkeit gibt es bestimmte Gründe. Dennoch denke ich wird unser Militär die weitere Entwicklung im Auge behalten und Gegenmaßnahmen aufnehmen, um unsere militärischen Geheimnisse zu wahren.”
Das Militär werde laut Luo auch weiterhin innerhalb des taiwanischen Territoriums Aufklärungsarbeit leisten, darauf habe die Radarstation keinen Einfluss.
Das Außenministerium will die Situation ebenfalls beobachten und rief alle beteiligten Länder auf, gemeinsam die Stabilität und Wohlstand in der Region zu erhalten.
Die japanische Insel Yonaguni ist 100 Kilometer östlich von Taiwans Nordostküste entfernt. Auf dem umliegenden Meeresboden befindet sich auch eine über 8000 Jahre alte Steinruine.
Quelle: RTI
- 30.03.2016 | Rubrik: Taiwan | 1154 Aufrufe
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