Erneut Lebensmittelskandal in China: 30.000 Tonnen Hühnerfüße kontaminiert
Nahezu täglich werden in der Volksrepublik China neue Lebensmittelskandale bekannt. Nun wurden haben die Behörden 30.000 Tonnen Hühnerfüße beschlagnahmt, die mit Wasserstoffperoxid kontaminiert waren.
China kämpft nahezu täglich mit Lebensmittelskandalen, dabei werden nur die größten auch in internationalen Medien bekannt. Leuchtendes Schweinefleisch, “Lammspieße” aus Hunde- und Katzenfleisch, explodierende Wassermelonen, vergiftete Babymilch, mit Schwermetallen gefärbtes Eigelb, Speiseöl aus Abwasserkanälen, Schweinefleisch, welches mit einem krebserregenden Additiv versetzt und als Rindfleisch verkauft wurde und Instantnudeln, die mit Paraffinwachs getränkt waren. Im Juli tauchte vergammeltes Rind- und Hühnerfleisch einer Shanghaier Tochterfirma der amerikanischen OSI-Gruppe unter anderem bei McDonald’s, KFC und Pizza Hut auf. Mitte August musste die H. J. Heinz Company, einer der Marktführer im Bereich Markenlebensmittel in mehr als fünfzig Ländern der Welt, in mehreren Geschäften in China Getreidebrei für Kleinkinder wegen überhöhter Bleiwerte zurückrufen.
Die Liste ist endlos, nahezu täglich wird irgendwo im Land ein neuer Skandal bekannt. Die endlose Serie von Lebensmittelskandalen hat vielen Chinesen den Appetit verdorben. Nun hat es eine beliebte Delikatesse getroffen. Die Polizei beschlagnahmte mehr als 30.000 Tonnen Hühnerfüße, die mit Wasserstoffperoxid kontaminiert waren.
Wasserstoffperoxid findet Einsatz bei der Desinfektion zum Austrocknen von Feutigkeit in den Hühnerfarmen und soll Schimmelbildung an den Ställen verhindern oder rückgängig machen.
Nach einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua vom vergangenen Dienstag fanden die Behörden bei neun Lieferanten in den Provinzen Zhejiang, Jiangsu, Anhui, Henan und Guangdong einen übermäßig hohen Anteil Wasserstoffperoxid. Daraufhin beschlagnahmte die Polizei mehr als 30.000 Tonnen der beliebten Delikatesse. In einer provinzübergreifenden Aktion wurden nach Angaben von Xinhua bisher 38 Verdächtige festgenommen. Nach weiteren elf Verdächtigen, die ebenfalls in die Verarbeitung und den Verkauf der chemisch verseuchten Hühnerfüße involviert sein sollen, wird noch gefahndet.
Vergangenes Jahr war China der größte Importeur von Hühnerfüßen aus den USA. Im gleichen Jahr beschlagnahmten die chinesischen Behörden eine Lieferung von 20 Tonnen Hühnerfüßen, die mit einem Herstellungsdatum aus dem Jahre 1967 deklariert waren. Die aktuell konfiszierten Hühnerfüße haben nach Angaben der Polizei einen Marktwert von rund 37 Millionen Euro. In China werden jährlich rund 20 Milliarden Hühner für den Verzehr verarbeitet.
Autor: Jo Schwarz / Alltagsjournalismus![]()
- 28.08.2014 | Rubrik: Ereignisse | 3979 Aufrufe
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