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Erdbeben in China fordert mehr als 380 Todesopfer

Ein Erdbeben der Stärke 6,5 hat am Sonntag die Provinz Yunnan im Südwesten der Volksrepublik China erschüttert.

Bis zum Montagvormittag hatte sich die Zahl der Todesopfer auf mehr als 380 erhöht, noch immer werden Menschen vermisst.

Das Beben der Stärke 6,5 hatte am Sonntagnachmittag um 16 Uhr 30 im zur Stadt Zhaotong gehörenden Kreis Ludian zahlreiche Häuser zerstört oder schwer beschädigt und Verkehrs- bzw. Telekommunikationsanlagen beeinträchtigt.

Inzwischen laufen die Rettungs- und Bergungsarbeiten auf Hochtouren, mehr als 57.000 Menschen müssen dringend evakuiert werden. An den Arbeiten in Yunnan sind insgesamt mehr als 7000 Hilfskräfte beteiligt. Allerdings konnten nach Angaben der lokalen Behörden bisher noch keine Rettungswagen und Hilfsgüter in das Bebengebiet gelangen.

Unmittelbar nach dem Beben hatte Staatspräsident Xi Jinping die zuständigen Behörden aufgefordert, der Rettung der Opfer oberste Priorität einzuräumen. Es gelte, Tod und Verletzungen von Menschen mit allen Kräften zu verhindern. Dazu müssten sich die Behörden zunächst einen Überblick über die Lage verschaffen und dann alles für denn Schutz der Bevölkerung tun. Dazu gehöre auch die Beobachtung und Vorwarnung bei möglichen Nachbeben, um weitere Folgeschäden zu vermeiden.

Unterdessen hat sich Ministerpräsident Li Keqiang mit einem Krisenstab in das Katastrophengebiet begeben. Er wird vor Ort die Rettungs- und Bergungsarbeiten leiten.

Der chinesische seismologische Dienst hat inzwischen den Erdbeben-Notfallplan auf die Stufe Eins I erhöht. Am Sonntagnachmittag war bereits ein entsprechendes Programm der Stufe 2 in Gang gesetzt worden.

Der Chef des chinesischen seismologischen Dienstes, Chen Jianmin, forderte alle Ämter und Aufzeichnungsstationen auf, die Katastrophenlage mit großer Aufmerksamkeit zu beobachten und Nachbeben-Überwachung bzw. –Vorhersage nach allen Kräften zu leisten. Gleichzeitig sollten Arbeitsteams vor Ort eng mit Lokalregierungen und zuständigen Behörden kooperieren und betreffende Aufgaben gut erfüllen. In diesem Sinne gelte insbesondere eine koordinierte Kooperation bei der Katastrophenhilfe und zur Verhinderung von Folgeschäden.

Der chinesische seismologische Dienst hat ebenfalls einen Konvoi aus einem Dutzend Fahrzeugen mit rund 90 Experten in das Bebengebiet entsandt. Sie wissenschaftliche Analysen und Beobachtungen vornehmen und aktiv an der Katastrophenbekämpfung mitwirken.

Am Sonntag hatte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon der chinesischen Regierung sowie den Angehörigen der Opfer seine Anteilnahme übermittelt. Zudem betonte Ban, die UNO wolle nach allen Kräften humanitäre Hilfe für diese Naturkatastrophe umsetzen und alle Länder zu einer notwendigen internationalen Unterstützung mobilisieren.

Quelle: Chinabroadcast

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