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Nordkorea schickt Sondergesandten nach China

Nordkorea hat den Leiter des Politbüros der Streitkräfte als seinen Sondergesandten nach China geschickt.

Der nordkoreanische Herrscher hat am Mittwoch einen Sondergesandten nach Peking geschickt und einen neuen Generalstabschef ernannt. Unterdessen warnt Südkorea den nördlichen Anrainer vor Provokationen und stellt einen neuen Militärhubschrauber in Dienst.

Mission in Peking

Ein Sondergesandter der nordkoreanischen Führung traf am Mittwoch in Peking ein. Choe Ryong-hae ist Vizemarschall der nordkoreanischen Armee und leitet das Politbüro der Partei der Arbeit. Dieser Posten gilt am Land als äußerst wichtig: Choe ist faktisch die Nummer Drei in der dortigen politischen Hierarchie. Er gilt auch als enger Vertrauter des nordkoreanischen Herrschers Kim Jong Un. Dass der Sondergesandte in Peking verhandelt, bestätigte Nordkoreas amtliche Agentur KCNA, ohne nähere Einzelheiten mitzuteilen.

Auch chinesische Staatsmedien verloren in den ersten Stunden des Besuchs kein Wort darüber, welche konkreten Themen auf Agenda stehen. Der China News Service meldete nur, Choe sei mit Wang Jiarui zusammengetroffen, dem für Außenbeziehungen zuständigen Verwaltungschef des Zentralen Komitees der Kommunistischen Partei Chinas.

Zwischen Peking und Pjöngjang kam es in letzter Zeit zu gewissen Spannungen. China kritisierte Nordkoreas Atomtests und ballistische Raketenstarts, die gegen UN-Resolutionen verstoßen. Die staatliche Bank of China schloss die Konten der nordkoreanischen Außenhandelsbank.

Neuer Generalstabschef

Unterdessen wurde ein erneuter Wechsel an der Spitze der nordkoreanischen Streitkräfte gemeldet. Zum Generalstabschef wurde Kim Kyok-sik ernannt. Ausgerechnet dieser Offizier begleitete nach Angaben der russischen Agentur Itar-Tass den Sondergesandten Choe zum Flughafen vor dessen Abflug nach China.

Bisher hatte Kim Kyok-sik acht Monate lang als Verteidigungsminister agiert. Dieser Posten gilt als weniger wichtig im Vergleich zum Generalstabschef. Womit der Führungswechsel zusammenhängt, wurde nicht metgeteilt. Nordkoreas Staatsmedien kommentierten diese Entscheidung nicht.

Südkorea hat neuen Hubschrauber

Südkoreas Präsidentin Park Geun Hye warnte am Mittwoch den nördlichen Anrainer vor Provokationen. Die südkoreanische Agentur Yonhap zitierte die Staatschefin mit den Worten: “Nordkorea setzt seine gefährlichen Provokationen fort, indem es unsere Dialog-Vorschläge ablehnt und Raketen abfeuert”.

“Wir müssen an unserer Verteidigungs-Position festhalten und unsere Sicherheits-Kapazitäten ausbauen. Ich mahne Nordkorea erneut zu Veränderungen”, so Park. Sie machte Nordkorea für die derzeitigen Spannungen verantwortlich und betonte, Südkorea und die USA hätten nicht vor, jegliche Zugeständnisse in diesem Streit zu machen.

Park besuchte am Mittwoch in der Stadt Nonsan eine feierliche Zeremonie anlässlich der Indienststellung des in Südkorea entwickelten Militärhubschraubers Surion. Die Präsidentin bezeichnete diese Entwicklung als Durchbruch. Die neue Maschine werde die Verteidigungsfähigkeit des Landes erhöhen und militärische Exporte schüren, hieß es. Bis zum Jahr 2020 sollen 200 Surion-Hubschrauber den südkoreanischen Streitkräften zur Verfügung gestellt werden.

Quelle: Stimme Russlands und DPRK sends envoy to China

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