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Marktbericht Asien: Komatsu und ZTE im Fokus

Obwohl Chinas Exportdaten positiv überraschten, konnten sich Asiens Märkte heute für keine klare Richtung entscheiden.

Licht und Schatten in China: Die Exporte konnten im September die Erwartungen der Volkswirte deutlich übertreffen. Doch die Importe schwächeln, was an sich zwar ein Warnzeichen ist, doch zum Teil auch an den hohen Rohstoffpreisen liegen mag. Unterdessen ist die Inflation mit 1,9 Prozent auf den tiefsten Stand seit zwei Jahren abgesunken, was Pekings Spielraum für Konjunkturmaßnahmen vergrößert. Allerdings sind auch die Herstellungspreise auf 3,6 Prozent zurückgegangen, was bei einigen Marktteilnehmern als Hinweis auf eine drohende Deflation gewertet wurde. Etliche Anleger hielten sich heute noch zurück, weil im Laufe dieser Woche die aktuellen BIP-Daten veröffentlicht werden.

Japan: Exporteure erholen sich

Der Nikkei 225 stieg heute um 0,5 Prozent auf 8.578 Stellen. Der Kurs von Komatsu legte 4,3 Prozent zu, nachdem die Zeitschrift Nikkei prognostiziert hatte, dass der Maschinenbauer die schlechte firmeneigene Prognose in der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres immerhin erfüllt habe. Auch Exportwerte konnten sich erholen, da die Anleger hoffen, dass Peking Konjunkturmaßnahmen einleiten wird. Weitere Gewinner waren Dainippon Screen Manufacturing (+ 5,1 Prozent), Advantest (+ 5,0 Prozent) und Pioneer (+ 4,8 Prozent). Der größte Verlierer im Leitindex war erneut Softbank mit einem Kursverlust von 5,3 Prozent, weil die Marktteilnehmer davon ausgehen, dass der Mobilfunkkonzern für die Übernahme des US-Unternehmens Sprint Nextel zu viel hingelegt habe. Kursverluste verbuchten auch Nisshin Steel (- 3,3 Prozent), Olympus (- 3,0 Prozent) und Sharp (- 2,6 Prozent).

Hongkong: HK-Immobilienkonzerne gefragt

Der Hang Seng Index legte heute 0,1 Prozent zu auf 21.148 Zähler. Vor allem die Gewinnwarnung von ZTE verdarb die ansonsten positive Stimmung. Da der Telekomausrüster im dritten Quartal einen herben Verlust erwartet, brach der Kurs um 15,8 Prozent ein. Nachdem Belle International im Kerngeschäft der Damenschuhe einen mäßigen Geschäftsabsatz im dritten Quartal bekannt gegeben hatte (+ 2,8%), fiel der Kurs um 4,3 Prozent. Auf der Verliererliste standen zudem Tsingtao Brewery (- 1,9 Prozent), Want Want China und Sinopharm Group (jeweils - 1,6 Prozent). Hongkongs Immobilienkonzerne konnten sich aufgrund von Schnäppchenjägern wieder etwas erholen. Die Anteilsscheine von Henderson Land Development verteuerten sich dementsprechend um 2,5 Prozent. Stark waren auch die Autobauer Dongfeng Motor Group (+ 3,2 Prozent) und Guangzhou Automobile Group (+ 2,0 Prozent). Weitere Gewinner waren China Communications Construction (+ 3,2 Prozent), Sinopec (+ 0,9 Prozent), China Coal Energy und PetroChina (jeweils + 0,8 Prozent).

Indien legt zu

Indiens Sensex verbesserte sich um 0,2 Prozent auf 18.713 Zähler. Taiwans TAIEX korrigierte 0,2 Prozent auf 7.419 Stellen. Der chinesische Shanghai Composite fiel um 0,3 Prozent auf 2.099 Punkte. In Südkorea fiel der Kospi um 0,4 Prozent auf 1.925 Stellen. Der thailändische SET gab 0,5 Prozent ab auf 1.290 Zähler.

Quelle: emfis

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