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Marktbericht Asien: Konjunktursorgen in Fernost

Die positiven Vorgaben der Auslandsbörsen haben den Handel an den asiatischen Märkten heute gestützt. Doch aus China kamen durchwachsene Daten…

Die Furcht vor einer harten Landung der chinesischen Wirtschaft ist wieder akut geworden, nachdem die Weltbank die Wachstumsprognose gesenkt hat. In diesem Jahr soll das BIP nur 7,7 Prozent zulegen können. Bislang hatte die Weltbank einen Zuwachs von 8,2 Prozent in Aussicht gestellt. Unterdessen ist der offizielle Einkaufsmanagerindex für die verarbeitende Industrie im September gegenüber dem Vormonat um 0,6 Stellen auf 49,8 Punkte geklettert. Allerdings verharrt der Wert damit schon das zweite Mal in Folge unter der kritischen Wachstumsschwelle von 50 Zählern. Die Anleger hörten dies natürlich nicht gern. Da fiel es kaum ins Gewicht, dass sich der von HSBC erstellte Einkaufsmanagerindex für Chinas Serviceindustrie auf 54,3 Punkte verbessert hat – der höchste Stand seit Mai dieses Jahres. Der Einzelhandelsumsatz hat sich in China während der Goldenen Woche gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent verbessert. Zwar ist dies niedriger, als der Vorjahreswert von 17,5 Prozent, doch war insgesamt besser, als befürchtet und spricht für ein vergleichsweise stabiles Konsumentensentiment. In Japan waren die Börsen heute aufgrund eines Feiertages geschlossen.

Hongkong: ZTE im Fokus

Der Hang Seng Index fiel heute um 0,9 Prozent auf 20.824 Zähler. Vor allem chinesische Werte blieben hinter den Erwartungen zurück. Normalerweise wird während der Goldenen Woche ein Peak bei den chinesischen Immobilienkäufen verzeichnet. Doch weil der Absatz in diesem Jahr vergleichsweise schlecht ausgefallen ist, waren die größten Verlierer im Leitindex dementsprechend China Resources Land (- 3,4 Prozent) und China Overseas Land & Investment (- 3,0 Prozent). Da der US-Kongress aus Furcht vor Spionageaktivitäten vor Produkten von ZTE gewarnt hat, brach der Kurs des Telekomausrüsters um 6,0 Prozent ein. Die gesunkenen Rohstoffpreise belasteten die Kurse von Zijin Mining (- 4,6 Prozent), PetroChina (- 1,9 Prozent) und CNOOC (- 1,4 Prozent). Outperformer waren heute jedoch die Chemiekonzerne Kingboard Chemical (+ 7,0 Prozent) und China Petroleum & Chemical Corp (+ 1,5 Prozent). Weitere Gewinner waren Air China (+ 1,2 Prozent), Hutchison Whampoa (- 1,0 Prozent) und Cathay Pacific (+ 0,8 Prozent).

Indien: Reliance Industries belastet

Der Sensex schloss 1,2 Prozent im Minus auf 18.709 Zähler. Auch der Nifty verlor 1,2 Prozent auf 5.670 Stellen. Bereits am Freitag war es zu Gewinnmitnahmen gekommen. Der Leitindex wurde vor allem vom Schwergewicht Reliance Industries belastet. Aufgrund eines schlechten Analystenkommentars fiel der Kurs des Ölkonzerns um 4,5 Prozent. Einer der größten Verlierer war jedoch der Immobilienkonzern DLF mit einem Kursrückgang von 7,3 Prozent. Schwach waren auch Larsen & Toubro (- 3,1 Prozent), State Bank of India (- 3,0 Prozent) und Tata Motors (- 2,9 Prozent). Auf der Gewinnerseite standen jedoch Sun Pharmaceuticals (+ 3,7 Prozent), Bharti Airtel (+ 1,6 Prozent) und Jindal Steel & Power (+ 0,8 Prozent).

Schlusslicht Taiwan

Der thailändische SET gab 0,5 Prozent ab auf 1.305 Zähler. Der chinesische Shanghai Composite fiel derweil um 0,6 Prozent auf 2.074 Stellen. In Südkorea verschlechterte sich der Kospi um 0,7 Prozent auf 1.982 Punkte. Taiwans TAIEX korrigierte 1,0 Prozent auf 7.616 Zähler.

Quelle: emfis

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