Marktbericht Asien: Brilliance China hui, Toyota pfui
Im Vorfeld der US-Arbeitsmarktdaten machte sich in Asien verhaltener Optimismus breit. Doch Japans Exportindustrie könnte eine böse Überraschung parat haben…
Die guten Vorgaben der US-Börsen wurde auch von den asiatischen Märkten dankbar aufgenommen. Dazu trugen sowohl passable US-Wirtschaftsdaten, als auch EZB-Chef Mario Draghi bei, der erneut bekräftigt hat, dass die europäische Notenbank für Stützungskäufe bereitstehe. Beim Nikkei reichte es allerdings nicht für große Sprünge, da die Bank of Japan ihr Asset-Aufkaufprogramm nicht wie erwartet ausgeweitet hat, sondern ihr Pulver lieber trocken hält. Zudem ist die Befürchtung aufgekommen, dass zahlreiche japanische Exportunternehmen in den nächsten Tagen Gewinnwarnungen für das dritte Quartal veröffentlichen könnten.
Japan: Bibbern um Nikon
Der Nikkei 225 stieg heute um 0,4 Prozent auf 8.863 Stellen. Da die Risikoneigung ist wieder etwas gestiegen ist, konnten sich zyklische Werte wieder etwas erholen. An der Spitze des Leitindexes lagen Alps Electric (+ 6,5 Prozent), Shinsei Bank und Sumco Corp (jeweils + 5,9 Prozent). In den Medien wurde spekuliert, dass der Halbjahresgewinn von Nikon um 43 Prozent zurückgegangen sei. Daraufhin gab die Aktie 4,8 Prozent ab und was der schwächste Wert im Nikkei. Von Japans größtem Einzelhandelskonzern Seven & I gab es derweil eine Gewinnwarnung – der Quartalsgewinn soll um 2,5 Prozent zurückgegangen sein. Der Kurs fiel danach um 4,2 Prozent. Autobauer gerieten unter Druck, weil der Absatz in China aufgrund der Territorialstreitigkeiten zurückgegangen ist. Toyota Motor fielen um 1,6 Prozent, gefolgt von Nissan Motor mit einem Kursverlust von 1,5 Prozent. Weitere Verlierer waren Sharp (- 2,7 Prozent), Softbank (- 2,6 Prozent) und Canon (- 1,6 Prozent).
Hongkong: Autowerte gesucht
Der Hang Seng Index legte heute 0,5 Prozent zu auf 21.012 Zähler. Die Anleger rechnen damit, dass China-Werte in der nächsten Woche wieder zulegen werden, wenn die Feiertagswoche vorüber ist. Schon im Vorfeld griffen sie zu und trieben die Kurse in die Höhe. Zu den Top-Performern gehörten Autowerte wie Baoxin Auto (+ 7,0 Prozent) und BMW-Partner Brilliance China (+ 5,9 Prozent). Nachdem sich der Ölpreis von seinem jähen Sturz wieder erholen konnte, verteuerten sich auch die Anteilsscheine von China Oilfield Services (+ 5,3 Prozent) und PetroChina (+ 1,2 Prozent). Kursgewinne verbuchten zudem ZTE (+ 5,2 Prozent), Aluminum Corp of China (+ 3,1 Prozent) und Li & Fung (+ 2,5 Prozent). Die größten Verlierer im Hang Seng waren Wharf Holdings (- 1,5 Prozent) und Swire Pacific (- 1,3 Prozent), da schwache Einzelhandelsdaten darauf hinweisen, dass die chinesischen Touristen in der Sonderverwaltungszone weniger Geld ausgeben. Im Abseits standen auch Sun Hung Kai Properties (- 0,7 Prozent), Esprit (- 0,5 Prozent) und Tsingtao Brewery (- 0,3 Prozent).
Indien im Minus
Der thailändische SET kletterte um 0,4 Prozent auf 1.311 Zähler. In Südkorea verbesserte sich der Kospi um 0,1 Prozent auf 1.995 Stellen. Auch Taiwans TAIEX stieg um 0,1 Prozent auf 7.691 Punkte. Indiens Sensex steht aktuell 0,6 Prozent im Minus auf 18.938 Zähler.
Quelle: emfis
- 05.10.2012 | Rubrik: Börse | 4266 Aufrufe
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