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Taiwans Präsidentin Nr. 8 auf Fortune-Liste der 50 stärksten politischen Führer

Staatspräsidentin Tsai Ing-wen wurde in der jüngsten Rangliste, welche die US-amerikanische Wirtschaftszeitschrift Fortune aufstellte, unter den 50 größten politischen Führungspersönlichkeiten der Welt aufgeführt.

Taiwans Staatspräsidentin Tsai Ing-wen wurde wegen ihrer Bemühungen, Wirtschaftsreformen voranzutreiben, Tourismus aus Südostasien zu stärken und die Außenpolitik des Landes zu steuern, von der US-amerikanischen Wirtschaftszeitschrift Fortune auf Platz 8 ihrer Rangliste der größten Führungspersönlichkeiten der Welt gesetzt, teilte das Magazin am 23. März mit.

Tsai erscheint auf der Liste von 50 Führungspersönlichkeiten der Bereiche Kunst, Wirtschaft, Regierung und Philanthropie neben Gestalten wie der US-amerikanischen Philanthropin Melinda Gates (Rang 4), dem Gründer von Amazon.com Jeff Bezos (Rang 5), dem US-amerikanischen Senator John McCain (Rang 9) und Bundeskanzlerin Angela Merkel (Rang 10). Theo Epstein, Präsident des Baseball-Betriebes vom Team „Chicago Cubs“, stand an der Spitze der Rangliste, gefolgt von dem festlandchinesischen Unternehmer Jack Ma und Papst Franziskus (in dieser Reihenfolge).

Nach den Ausführungen der Zeitschrift machte Taiwans erstes weibliches Staatsoberhaupt im Dezember vergangenen Jahres weltweite Schlagzeilen, als Tsai ein Telefongespräch mit dem zu jenem Zeitpunkt designierten US-Präsidenten Donald J. Trump führte, das erste Gespräch dieser Art zwischen Führungspersönlichkeiten Taiwans und der USA in 37 Jahren. Während des Anrufes, welche die Zeitschrift als „kühnen Schritt“ charakterisierte, offenbarten die beiden ihre Ansichten über zentrale politische Fragen, darunter die Notwendigkeit, Wirtschaftsentwicklung zu fördern und die Landesverteidigung auszubauen, damit die Bürger sich eines besseren Lebens und größerer Sicherheit erfreuen können.

Fortune skizzierte überdies Tsais Engagement, Wirtschaftsreformen zu verfolgen, und hob ihre Inkraftsetzung eines neuen Arbeitnehmergesetzes hervor, das die Arbeitswoche von sechs auf fünf Tage verkürzt.

Daneben lobte die Zeitschrift Tsais Anstrengungen, bei den Herkunftsländern von Taiwans Besuchern für größere Vielfalt zu sorgen, und verwies darauf, sie habe seit ihrer Amtseinführung im Mai 2016 einen Tourismus-Boom aus Südostasien ausgelöst.

Nach Auskunft des Amtes für Handelsgespräche unter dem Exekutiv-Yuan der Republik China (Taiwan) war die Zahl der Reisenden aus den 18 Ländern, an die sich die Neue Südwärts-Politik der Tsai-Administration wendet, im Januar übers Jahr um 42,8 Prozent gestiegen. Die Neue Südwärts-Politik ist eine Schlüsselkomponente der nationalen Entwicklungsstrategie der Staatspräsidentin, und sie strebt danach, Taiwans Beziehungen mit zehn Mitgliedsstaaten im Verband südostasiatischer Nationen (Association of Southeast Asian Nations, ASEAN), sechs südasiatischen Ländern, Australien und Neuseeland bei Landwirtschaft, Wirtschaft und Handel, Kultur, Bildung und Fremdenverkehr zu vertiefen.

Fortune veröffentlicht seine jährliche Rangliste der größten Führungspersönlichkeiten der Welt seit 2014. Nominierungen werden von Mitarbeitern der Zeitschrift vorgeschlagen sowie von einem Gremium von beratenden Experten und Organisationen der Bereiche akademische Welt, Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Künste wie der US-amerikanischen Medienunternehmerin Arianna Huffington, der Impfallianz GAVI (Global Alliance for Vaccines and Immunization), der Harvard Business School und der Rockefeller-Stiftung.

Quelle: Taiwan Heute

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